Wohnung verkaufen Saarbrücken & Saarland – Unterlagen (ETW) & WEG-Checkliste
Welche Dokumente brauchen Käufer, Banken & Notar beim Wohnungsverkauf? Hier ist die vollständige ETW-Checkliste – inkl. WEG-Unterlagen, Beschaffung und Praxis-Tipps für Saarbrücken & das Saarland. Für den gesamten Ablauf siehe Verkaufs-Leitfaden.
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Inhalt
Warum vollständige Unterlagen beim Wohnungsverkauf entscheidend sind
Bei Eigentumswohnungen prüft der Käufer die Wohnung und die Gemeinschaft: Hausgeld, Rücklagen, Protokolle, geplante Maßnahmen. Vollständige, plausible Unterlagen beschleunigen die Finanzierung und reduzieren Nachverhandlungen.
- Schneller Abschluss: vollständige Mappe = zügige Finanzierungszusage.
- Besserer Preis: Transparenz schafft Vertrauen, senkt Risikoabschläge.
- Weniger Rückfragen: strukturierte Dokumente sparen Zeit bei Vermarktung & Notar.
Tipp: Dateien logisch benennen (01_Grundbuch.pdf, 02_Teilungserklaerung.pdf …) – wirkt professionell.
Basis-Unterlagen (für jede ETW)
Diese Dokumente gehören immer in die Mappe – unabhängig von Leerstand oder Vermietung.
- Aktueller Grundbuchauszug (≤ 3 Monate, Abt. I–III inkl. Lasten/Grundschulden).
- Flurkarte/Liegenschaftskarte (Lage/Abgrenzung).
- Wohnflächenberechnung & Grundrisse (bemaßt, Nordpfeil).
- Baujahr, Baubeschreibung und Modernisierungsliste mit Rechnungen.
- Energieausweis (Gebäudeausweis der WEG, 10 Jahre gültig).
- Sondernutzungsrechte (Stellplatz/TG, Garten, Dachboden, Keller) – TE/Grundbuch prüfen.
- Abt. II auf eingetragene Rechte (Wohnrecht/Nießbrauch/Reallasten) prüfen.
WEG-Unterlagen (Eigentümergemeinschaft) – Pflicht bei ETW
Käufer & Banken prüfen die wirtschaftliche Situation der Gemeinschaft.
- Teilungserklärung inkl. Aufteilungsplan & Gemeinschaftsordnung, ggf. Abgeschlossenheitsbescheinigung.
- Protokolle der Eigentümerversammlungen (mind. 3 Jahre).
- Wirtschaftsplan, letzte Hausgeldabrechnung & Rücklagenstand.
- Beschlusssammlung (laufende/absehbare Maßnahmen, Sonderumlagen, Zahlungsstände).
- Verwaltervertrag + Kontaktdaten; Versicherungsschein Wohngebäude.
- Hausordnung & Nutzungsregelungen (TG, Müll, Fahrrad, Waschen).
Balkon/Terrasse: Sondereigentum oder Gemeinschaftseigentum mit Sondernutzungsrecht? Wichtig für Instandhaltungspflichten.
Zusatzunterlagen bei vermieteter Wohnung
Für Kapitalanleger sind Miet- & Instandhaltungshistorie zentral.
- Mietvertrag (komplett, Nachträge) & Übergabeprotokoll (Einzug/Zustand).
- Mietzahlungsübersicht (12–24 Monate), Kautionsnachweis (Art/Höhe/Anlage).
- Betriebskostenabrechnungen (2 Jahre) & Hausgeld-Split (umlagefähig/nicht umlagefähig).
- Mieterhöhungen, Staffeln, Index; ggf. Vermietung an Angehörige (Marktmiete?).
- Wartungen/Reparaturen in der ETW (z. B. Etagenheizung) – mit Rechnungen.
- Datenschutz: sensible Mieterinfos nur selektiv & zweckgebunden teilen.
Technik, Modernisierung & Energie
Gute Zustandsdokumentation erleichtert Finanzierung & stützt den Preis.
- Heizung: Zentral/Etage, Baujahr, Wartungen; bei Etage: Schornsteinfegerprotokolle.
- Elektro: Sanierungsnachweise, FI-Schutz; ggf. Prüfprotokolle.
- Fenster/Türen: Austauschjahre; ggf. Uw-Werte.
- Bäder: Modernisierungsjahre, Sanitärrechnungen.
- Dämmung/Fassade/Dach (WEG-Thema) – Beschlüsse/Angebote beilegen.
- Energieausweis (Gesamtgebäude): Werte, Energieträger, Effizienzklasse; iSFP optional.
Woher bekomme ich die Unterlagen? (Saarbrücken & Saarland)
Wichtige Stellen mit Kurz-Hinweisen:
- Hausverwaltung/WEG: TE, Protokolle, Wirtschaftsplan, Abrechnung, Rücklagen, Versicherung, Beschlusssammlung, Verwaltervertrag.
- Notar/Grundbuchamt: aktueller Grundbuchauszug; Löschung alter Grundschulden.
- Katasteramt/Vermessung: Flur-/Liegenschaftskarte.
- Bauamt/Archiv: Baupläne, Abgeschlossenheitsbescheinigung, Bauakten-Einsicht (Termin).
- Energieberater/Schornsteinfeger: Energieausweis, Wartungen Heizung.
- Eigene Unterlagen/Handwerker: Modernisierungsrechnungen, Gewährleistung, Geräteunterlagen.
Praxis-Checkliste: Unterlagen für den Wohnungsverkauf (druckfreundlich)
Druck-Tipp: Tabelle im Browser drucken (Strg/Cmd + P) – Ränder schmal, Hintergrundgrafiken aus.
Checkliste als PDF/Excel
Ideal für die digitale WEG-Mappe – mit Checkboxen & Notizfeldern.
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Häufige Fragen zur ETW-Unterlagenliste
Teilungserklärung mit Aufteilungsplan, Protokolle (3 Jahre), aktueller Wirtschaftsplan, letzte Hausgeldabrechnung mit Rücklagenstand sowie die Beschlusssammlung zu laufenden/absehbaren Maßnahmen.
In der Regel reicht der Energieausweis für das Gesamtgebäude (WEG). Den stellt meist die Hausverwaltung bereit. Gültigkeit (10 Jahre) und Energieträger prüfen.
Bei der Hausverwaltung. Alternativ liegt die Teilungserklärung auch beim Grundbuchamt/Notar vor. Protokolle, Wirtschaftsplan und Rücklagenstand liefert ausschließlich die Verwaltung.
Ein vorhandener Grundriss reicht häufig, sofern er plausibel ist. Weicht die tatsächliche Fläche deutlich ab oder gab es Umbauten, ist eine aktualisierte Wohnflächenberechnung sinnvoll.
Kompletter Mietvertrag, Kautionsnachweis und Mietenverlauf sind Pflicht. Betriebskostenabrechnungen und Hausgeld-Split zeigen, was umlagefähig ist. Sensible Mieterinformationen nur zweckgebunden teilen.
Die Anforderungen sind bundesweit ähnlich. Unterschiede gibt es eher bei der Beschaffung (zuständige Ämter, Verwaltungen). Wir unterstützen bei der Zusammenstellung vor Ort.