Immobilienverkauf

Hausverkauf im Winter

Die meisten Eigentümer warten mit dem Verkauf aufs Frühjahr – und begeben sich damit in mehr Konkurrenz. Warum die Wintermonate für gepflegte Häuser günstiger sein können und worauf es bei Besichtigungen in der dunklen Jahreszeit ankommt.
Redaktion Weiland & Kirch Immobilien Veröffentlicht Aktualisiert 2 Min. Lesedauer
Haus mit Schnee auf dem Dach als Sinnbild für den Hausverkauf im Winter

Das Wichtigste in Kürze

Im Winter treffen weniger Angebote auf Suchende mit konkretem Anlass. Wer bei Regen und Dämmerung überzeugt, hat einen Käufer, der seltener abspringt.

Die meisten Eigentümer warten mit dem Verkauf aufs Frühjahr. Der Gedanke liegt nahe – der Garten blüht, das Haus zeigt sich von seiner besten Seite. Trotzdem spricht einiges dafür, es nicht zu tun.

Weniger Angebote, dieselben Suchenden

Wer im Winter sucht, sucht meist aus einem konkreten Anlass: ein Umzug steht an, eine Familie wird größer, ein Erbfall muss geregelt werden. Diese Interessenten verschieben ihre Suche nicht um ein halbes Jahr. Das Angebot dünnt in den Wintermonaten dagegen spürbar aus, weil viele Verkäufer warten.

Das Verhältnis verschiebt sich also zugunsten dessen, der anbietet. Im Frühjahr ist es umgekehrt: Dann kommen viele Objekte gleichzeitig auf den Markt, und das eigene steht zwischen mehr Alternativen.

Was der Winter ehrlicher zeigt

Es gibt einen zweiten Punkt, der selten genannt wird: Im Winter sieht ein Interessent das Haus so, wie es im ungünstigsten Fall ist. Ob es zieht, wie hell die Räume bei tief stehender Sonne sind, wie sich die Heizung anfühlt, ob der Zugang bei Nässe rutschig wird.

Für ein gepflegtes Haus ist das ein Vorteil. Wer im Winter überzeugt, muss im Frühjahr keine Nachfragen fürchten – und ein Käufer, der bei Regen und Dämmerung zusagt, springt seltener wieder ab.

Worauf es bei Winterbesichtigungen ankommt

  • Termine ins Tageslicht legen. Zwischen elf und drei Uhr wirkt jeder Raum anders als um halb fünf.
  • Warm machen, bevor jemand kommt. Ein ausgekühltes Haus fühlt sich unabhängig vom tatsächlichen Zustand nach Sanierungsbedarf an.
  • Zugänge freihalten. Laub, Nässe und Dunkelheit am Eingang prägen den ersten Eindruck, bevor die Tür aufgeht.
  • Fotos nicht im Winter machen. Aufnahmen aus der warmen Jahreszeit sind zulässig und sinnvoll, solange sie den Zustand nicht beschönigen.
  • Heizkostenabrechnungen bereitlegen. Danach wird im Winter regelmäßig gefragt.

Wann Warten doch richtig ist

Es gibt Fälle, in denen das Frühjahr die bessere Wahl ist: wenn der Garten das eigentliche Verkaufsargument ist, wenn noch Arbeiten laufen, oder wenn Unterlagen fehlen. Der schlechteste Zeitpunkt ist nämlich nicht der Winter, sondern der, zu dem man unvorbereitet startet.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zum Thema

Verkauft man im Winter unter Wert?
Nicht grundsätzlich. Der Preis hängt von Lage, Zustand, Energieeffizienz und Nachfrage ab, nicht von der Jahreszeit.
Kommen im Winter weniger Interessenten?
Oft weniger, dafür häufig mit konkreterem Anlass. Gleichzeitig sind weniger konkurrierende Objekte am Markt.
Darf ich Sommerfotos verwenden?
Ja, solange sie den tatsächlichen Zustand nicht beschönigen. Eine Datumsangabe schafft Klarheit.
Was ist bei Besichtigungen im Dunkeln zu beachten?
Termine möglichst ins Tageslicht legen, Beleuchtung prüfen und Zugänge freihalten.
Wann sollte man wirklich warten?
Wenn der Garten das Hauptargument ist, Arbeiten laufen oder Unterlagen fehlen.
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